Kunst im Tunnel

Zukunftswerkstatt Dollbergen Düster und grau ist am Bahnhof Dollbergen der Tunnel, der zu den Gleisen führt. Die AG Bahnhof der ZukunftsWerkstattDollbergen (ZuWeDo) will das Erscheinungsbild in Zukunft ändern. Dazu sollen die kahlen Wände aufbereitet werden und künstlerisch bemalt werden. Wie so eine Gestaltung aussehen kann, hat sich eine Gruppe am 10. Juli persönlich in Sehnde, Wennigsen und Hämelerwald angesehen und kam voll mit Eindrücken und Ideen zurück.
Der Termin war vier Wochen vorher bei einer Begehung geplant worden, an der ein Beauftragter der DB, Andreas Sommer, ausführlich die theoretischen Machbarkeiten erläutert hatte. Die ZuWeDo ist sich im Klaren, dass parallel drei wichtige Punkte zu beachten sind: die Finanzierung, die Bemalung und die Erhaltung. Ohne das Eine funktioniert das Andere nicht. Aber um das Ziel, die Bemalung der Unterführung zu erreichen, muss irgendwo begonnen werden: bei fähigen Gestaltern.
Als erste Maßnahme werden nun gezielt Künstler (Schüler, Studenten, Senioren, Graffiti-Künstler…) für das Projekt gesucht. Ansprechpartner und Koordinatorin der Aktion Tunnel-Bemalung ist Tove Knebusch.

Wer sich hier als (Graffito-)Künstler herausgefordert fühlt, ruft bitte Tove Knebusch unter Fon: 1824 an oder sendet eine E-Mail an die Homepage Dollbergen.

Die ZuWeDo plant im September eine Info-Veranstaltung zum Thema, zu der die potentiellen Grafiker und andere Interessierte eingeladen werden. Dann sollen auch als Anregung Fotos von der Besichtigungstour in die Nachbartunnel gezeigt werden. Nur wenn sich Menschen für die Bemalung finden, kann unsere Untertunnelung schöner werden.

Wie das ausschauen kann, sieht man hier auf der Seite der Stadt Sehnde.

In einem zweiten Schritt werden aus dieser Gruppe oder aus anderen Kreisen – wer weiß – Menschen gesucht, die sich der zukünftigen Pflege der Kunstwerke annehmen, sogenannte „Kümmerer“, die aufpassen, dass nichts drüber geschmiert wird und ausbessern, falls es nötig ist.

Die dritte Aufgabe wird sein, das Projekt angemessen zu finanzieren. Falls sich eine mögliche Realisierung abzeichnet, bringt die Deutsche Bahn ihr Wissen und ihre Hilfe ein (beispielsweise können die Wände präpariert werden, Plexitafeln oder ähnliches als Untergrund angebracht werden, etc.).

Der Ortsrat Dollbergen hat in seiner letzten Sitzung eine größere Summe für die ZuWeDo im Haushalt 2015 beantragt, die derartige Projekt anteilig finanzieren könnte. Und letztlich könnten Paten und Sponsoren für die Graffiti-Kunst gefunden werden. Aber zunächst steht die Suche nach geeigneten Künstlern auf dem Programm der rührigen Dorferneuerer.

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