Chronik-2

Zeittafel Teil 2 – Von 1900 bis 1974

1903

Am Bahnhof wird von Ernst Wolter eine Molkerei gebaut. Gustav Hennigs errichtet an der Poststraße einen zweistöckigen Neubau, in dem die ‚Kaiserliche Post‘ untergebracht wird.

1908

In der Scheune des Schulgebäudes wird eine 2. Klasse eingerichtet

1909

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr im Februar und des Turnvereins am 9. März. Am Bahnhof wird eine Flockenfabrik gebaut, die aber schon 1911 nach einer Kartoffelmissernte stillgelegt wird.

1911

Der alte Friedhof an der Fuhsestraße (heute Gedenkstätte) wird geschlossen und ein neuer Friedhof angelegt.

1913

Adolf Rahlves errichtet am Maschende eine Betonbrücke über die Fuhse. Zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig wird an der Alten Dorfstraße eine Friedenseiche gepflanzt und ein Findling aufgestellt.

1914

46 Flüchtlinge aus Ostpreußen treffen in Dollbergen ein.

1915

Die Flüchtlinge können in ihre Heimat zurückkehren.

1917

Anschluss Dollbergens an die elektrische Stromversorgung. Erste Ölraffinerie in Dollbergen.

1921

Windmuehle

Bau der Windmühle an der Bahnhofstraße durch Müller Friedrich Sander.

(Holländermühle Baujahr 1870, stillgelegt 1951/1962).

1923

Auf dem Hof Nr. 10, Gustav Hennigs, zerstört ein Blitzschlag Wohnhaus und einen Teil der Wirtschaftsgebäude.

1924

Gründung des Schützenvereins.

1925

Übernahme der Raffinerie Stinnes/Riebeck durch die „Deutsche Gasolin AG“.

1929

Wohngebäude und Stallungen Otto Meyer durch Feuer zerstört.

1933

Sportplatz an der Fuhsestraße wird angelegt.
An der Wasserstraße wird eine Betonbrücke gebaut.

1934

Bei einer gründlichen Fuhse-Regulierung werden urgeschichtliche Funde (Tierknochen) gemacht.

Brand der chemischen Fabrik (Paraffinfabrik) am 9. Juli.

Verbunden mit dem Bezirkstag feiert die Freiwillige Feuerwehr Dollbergen am 13. und 14. September 1934 ihr 25-jähriges Bestehen. Hierbei werden elf Kameraden mit dem Provinzialgedenkabzeichen für 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, und zwar Heinrich Oelker, Otto Könecke, August Klusmann, Julius Reitz, Christian Grote, Friedrich Meinke, Gustav Günther, Carl Löbermann, August Wesche, Albert Meyer und August Brandes. (bl)

1939

Dollbergen hat 994 Einwohner. In den Kriegsjahren, 1939 bis 1945, hat das Dorf schwer unter zahlreichen Bombenabwürfen zu leiden.

1944

Am 5. August kommen 12 Menschen durch Bombenabwürfe auf Bahnhof und Gasolinwerk ums Leben.

1945

Dollbergen wird am 12. April durch englische Truppen besetzt.
Anmerkung: Hier irrt die Chronik, behaupten Zeitzeugen, es soll die 9. Armee der Amerikaner einmarschiert sein (von Hämelerwald kommend durch Dollbergen über Edemissen nach Peine), die Besetzung danach war dann allerdings eine englische. [red.]
Am 11. April 1945 rücken alliierte Panzereinheiten in den Landkreis Burgdorf ein. Dollbergen wird tags darauf von englischen Truppen besetzt. [bl.]

1947

Dollbergen hat 1667 Einwohner.

1948

siedlung
Erste Neubausiedlung an der Wilhelm-Busch-Straße.

1951

Gründung der Siedlergemeinschaft. [Erste Altölraffinerie geht in Produktion.]

1953

Gründung des Heimatbundes.

1954

Das Dorf erhält ein Gemeindewappen.
594 Beschäftigte bei den Industriebetrieben am Bahnhof, davon 499 im Gasolinwerk.

1955

Einrichtung der neuen Volksschule am Ackersberg.

Der Kaufmann Bernhard August Friedrich Haberland übernimmt das Industriegelände westlich der Straße nach Uetze und beginnt mit der Sammlung und Aufarbeitung von Altölen.

1956

Gemeindebüro und Feuerwehr-Gerätehaus werden gebaut, ein Sportplatz wird in der Flachsworth angelegt.

Die Gasolin AG wird von der ARAL übernommen.

1957

Die „Bullenkoppel“, die seit 1951 dem Dorf als Müllplatz dienen soll, wird von der Deutschen Gasolin AG erworben. Anschluss an den Müllabfuhrverband Burgdorf.

1958

Anschluss an die zentrale Trinkwasserversorgung.

1959

Urnenfund beim Anlegen von Spargelbeeten entdeckt. Cirka 3.000 Jahre alt.

1960

Einweihung des neuen Sportplatzes in der Flachsworth. Anlage eines Kinderspielplatzes an der Fuhsestraße.

1963

Der Gemeinderat führt Straßennamen ein. Rüters Brandes altes Bauernhaus durch Brand zerstört. Feuer auf dem Zanderstielen Hof (Krischker).

1965

Mittelpunktschule 1965

Zweiter Bauabschnitt Mittelpunktschule (7 Klassen, 222 Schüler, davon 43 aus Oelerse, Katensen und Schwüblingsen).

1967

Bau der Kläranlage am Pappelweg. Der alte Friedhof wird umgestaltet und als Gedenkstätte eingeweiht.

1968

Die letzte Dampflok fährt auf der Strecke.

1969

Stilllegung des Gasolinwerkes. Die Gemeinde tritt dem Abwässerzweckverband des Landkreises bei. Zusammenschluss der Volksschulen Uetze und Dollbergen. Dritter Bau-Abschnitt der Mittelpunktschule. Gemeindebücherei wird eröffnet

1970

Auf dem Dach der Mittelpunktschule wird eine zweite Sirene montiert.
Anschluss an den Großraumverkehr.

1971

Gründung von Dolka und Groka.

1972

Einweihung der Turnhalle.

1974

Dollbergen hat 1879 Einwohner. Letzter Gemeinde-Bürgermeister ist Götz-Rüdiger Römmert vor der Gründung der Samtgemeinde Uetze, in die Dollbergen eingemeindet wird.

Hier enden die Original Eintragungen von Gustav Hennigs Chronik Dollbergen einst und jetzt. b.w.

Quellenangaben

Unter anderem (bis 1973) aus „Dollbergen einst und jetzt“ von Gustav Hennigs, Seite 449-452. Ergänzungen von Matthias Blazek (bl).

Die Bilder auf dieser Seite sind Ausschnitte aus alten Ansichtskarten.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Weiter zu Teil 3, ab 1975 bis heute.